Pressemeldungen / Newsletter
Die CSU-Landtagsfraktion kritisiert die gesundheitspolitisch höchst bedenkliche Entscheidung des Bewertungsausschusses auf Bundesebene, die Honorare für ambulante psychotherapeutische Leistungen zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent abzusenken. Gleichzeitig fordert die Fraktion eine nachhaltige Sicherung der Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung im ambulanten und stationären Bereich – in Bayern und in ganz Deutschland.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, erklärt: „Psychische Gesundheit ist keine Randnotiz – sie ist ein zentrales Fundament unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaftskraft. Wer jetzt die Honorare für ambulante Psychotherapie kürzt, spart am falschen Ende. Jeder Euro, der in psychotherapeutische Behandlung investiert wird, spart nachweislich mehr als drei Euro an Folgekosten – durch weniger Krankenhausaufenthalte, geringere Krankengeldzahlungen und eine höhere Erwerbsbeteiligung. Wir fordern vom Bund, sich unmissverständlich gegen diese Honorarabsenkung einzusetzen und die Selbstverwaltung zur Nachverhandlung zu bewegen. Dies muss im Interesse der Patientinnen und Patienten rasch geschehen.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, betont: „Die Lage bei der psychotherapeutischen Versorgung — auch und gerade von Kindern und Jugendlichen in Bayern — ist alarmierend. 97 Tage Wartezeit vom Erstkontakt bis zum Beginn einer Therapie sind keine Seltenheit, das ist eine Zumutung für betroffene Familien und ein Versagen des Systems. Wenn wir hier jetzt nicht handeln und zudem die Weiterbildung von Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten nicht strukturell und finanziell absichern, werden wir in einigen Jahren einen gravierenden Fachkräftemangel erleben, dessen Folgen vor allem die Jüngsten tragen müssen. Frühzeitige psychotherapeutische Behandlung ist eine der wirksamsten Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft: sie verhindert Chronifizierung, sichert schulische und berufliche Teilhabe und spart langfristig erhebliche Kosten. Jede Woche unnötiger Wartezeit ist eine verpasste Chance.“
Das Bund-Länderprogramm zur Städtebauförderung zeigt erneut seine Schlagkraft: Mit über 264 Millionen Euro werden bayernweit 478 Städte und Gemeinden bei der Stärkung der Ortszentren, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Wiederbelebung von Brachflächen unterstützt. Im Landkreis Dachau zählt die Große Kreisstadt Dachau zu den Förderempfängern.
„Die Städtebauförderung ist ein Erfolgsmodell – sie bringt neue Lebendigkeit in unsere Ortszentren und stärkt den Zusammenhalt vor Ort“, so Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath „Gerade im ländlichen, wie auch im städtischen Raum ermöglicht sie wichtige Investitionen, die unsere Heimat zukunftsfähig machen.“
Gefördert werden in diesem Jahr zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Diese Programme leisten einen zentralen Beitrag zur Aufwertung von Ortskernen, zur Integration und zu klimagerechter Stadtentwicklung.
In der Großen Kreisstadt Dachau wird mit Hilfe der Städtebauförderung in Höhe von 108.000 Euro die Altstadt und der Untere Markt bedacht – für Projekte, die das Gesicht der Stadt aufwerten.
„Jeder Euro vom Staat löst weitere öffentliche und private Investitionen aus – das ist Wirtschaftsförderung mit doppeltem Nutzen“, erklärt MdL Seidenath. „Wir geben unseren Kommunen damit Planungssicherheit und stärken zugleich den Klimaschutz.“
Auch Katrin Staffler, CSU-Bundestagsabgeordnete für Fürstenfeldbruck und Dachau, verweist auf den positiven Beitrag des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms: “Die Städtebauförderung fließt genau dorthin, wo sie gebraucht wird: in die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat. Es freut mich sehr, dass die Stadt Dachau mit frischen Mitteln unterstützt wird. Diese Investitionen sind das Fundament dafür, dass unsere Kommunen modern, attraktiv und lebenswert bleiben.”
Jede Kommune entscheidet selbst, für welche Projekte die Fördermittel eingesetzt werden. Die schlanken Förderregeln gewährleisten maximale Freiheit für die Städte und Gemeinden. Damit ist die Städtebauförderung die Speerspitze einer unbürokratischen Kommunalförderung. MdL Seidenath unterstreicht: „Die Städtebauförderung ist seit 55 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Mit ihr ermöglichen wir unseren Kommunen größtmögliche Freiheit und passgenaue Lösungen.“
Sehr geehrte Damen und Herren,
Mit Fraktionsinitiativen von mehr als 110 Millionen Euro runden die Landtagsfraktionen von CSU und FREIEN WÄHLERN den Haushalt 2026 ab, setzen eigene Schwerpunkte und regionale Impulse im ganzen Freistaat — auch im Bereich von Gesundheit, Pflege und Prävention. Insgesamt dürfen sich rund 600 Projekte in ganz Bayern über Zuschüsse freuen. Wir investieren in das, was Bayern stark macht: Menschen, Engagement und Zusammenhalt — von Medizinstipendien im Ausland, über innovative Ansätze in der Parkinson-Behandlung, Sucht- und Drogenprävention, die Versorgung von Fatigue-Patientinnen und Patienten, die Verbesserung der pflegerischen, ambulant-medizinischen Versorgung vor Ort, Praxisanleiterbonus im Bereich der Podologie oder auch das Thema Wohnraum für soziale und pflegerische Berufe usw.
Als Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention haben wir eigene Themenschwerpunkte gesetzt und die erforderlichen Mittel im Doppelhaushalt 2026/27 bereitgestellt, die wir — Carolina Trautner, Martin Mittag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freudenberger, Stefan Meyer, Helmut Schnotz, Sascha Schnürer und Bernhard Seidenath — Ihnen hier vorstellen möchten. Die Beratungen im Haushaltsausschuss sind hierzu bereits abgeschlossen, es folgen nun noch die Beratungen und die abschließende Beschlussfassung im Plenum des Landtags.
Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
Ihr Bernhard Seidenath

(Bild: Gustavo Fring / pexels)
Medizinstipendien im Ausland
“Ausbildung ist der beste Wirkstoff gegen drohenden Medizinermangel. Wir brauchen aber mit Blick auf den demografischen Wandel mehr Medizinerinnen und Mediziner. Mit dem EU-Stipendienprogramm geben wir jungen Menschen die Chance auf einen Studienplatz im Ausland und sichern im Gegenzug die medizinische Versorgung in Bayern, besonders im ländlichen Raum”, unterstreicht AK-Vorsitzender Bernhard Seidenath.
Insgesamt bis zu 100 junge Menschen, die bereit sind, nach dem Studium als Ärztin oder Arzt im ländlichen Raum Bayerns tätig zu sein, werden vom Freistaat im Ausland zu unterstützt. Zehn Prozent der Plätze sind für angehende Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und ‑psychiater reserviert – ein gezielter Beitrag gegen den akuten Nachwuchsmangel in diesem sensiblen Bereich. Derzeit studieren 23 angehende Ärztinnen und Ärzte im Ausland, denen eine Förderung zur Übernahme von Studiengebühren in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Semester für längstens 12 Semester gewährt wird. Hierfür werden für das Jahr 2026 — für weitere 77 Stipendien — zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

(Bild: Jcomp / FREEP!K)
Ultraschalltherapie für Parkinson-Patienten
Eine „Magnetresonanzgesteuerte Fokussierte Ultraschalltherapie“ gibt Parkinson-Patientinnen und Patienten sowie auch solchen mit essentiellem Tremor Hoffnung: der Eingriff kann das Zittern, das die Lebensqualität so sehr beeinträchtigt, deutlich lindern oder gar ganz ausschalten. Derartige Eingriffe sind deutschlandweit aktuell nur in Kiel, Bonn, Kassel und Freiburg möglich. Ziel ist, dass diese Therapie künftig auch in Bayern durchgeführt werden kann – als Standort kommt, wie Bernhard Seidenath betont, Dachau in Betracht. Das Modellprojekt ist in zwei Phasen geplant. Die Mittel für die erste Tranche i. H. v. 500.000. Euro wurden im Nachtragshaushalt 2025 (LT-Drs. 19/4942) veranschlagt, jetzt kommen noch einmal 600.000 Euro hinzu.

(Bild: Anna Shvets / pexels)
Beratung für Post-COVID-Erkrankte und ME/CFS-Betroffene
Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) betrifft in Bayern schätzungsweise mindestens 100.000 Menschen – und damit auch zahlreiche Familien. Die Erkrankung führt häufig zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität und stellt Betroffene wie Angehörige vor große Herausforderungen. Um die Versorgung und Unterstützung gezielt zu verbessern, werden zwei wichtige Vorhaben gefördert: „ME/CFS ist eine schwerwiegende und oft noch zu wenig sichtbare Erkrankung, die vor allem die Jugend und damit die Zukunft unserer Gesellschaft betrifft. Mit dem Ausbau von Forschung, Versorgung und Beratung setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Betroffenen und ihre Familien“, betont Bernhard Seidenath.
Die Universität Regensburg erhält 400.000 Euro für die Ausstattung und als Anschubfinanzierung einer spezialisierten ME/CFS-Ambulanz. Im ostbayerischen Raum fehlt eine solche Einrichtung bisher völlig. Zudem werden 200.000 Euro für die Gründung des Vereins Postviral-Beratung Bayern e.V. bereitgestellt. Ziel ist der Aufbau eines aufsuchenden Beratungsangebots für Post-COVID-Erkrankte und ME/CFS-Betroffene. Geplant ist eine zentrale Beratungsstruktur für Erkrankte und Angehörige sowie ein innovativer Ansatz mit Gemeindeschwestern zur Betreuung schwerstkranker, hausgebundener Patientinnen und Patienten – insbesondere im Raum München.

(Bild: geralt / pixabay)
Drogenprävention und ‑versorgung in Augsburg und Nürnberg stärken
Mit dem „Forum St. Johannes” entsteht in Augsburg ein verlässlicher Schutzraum für suchterkrankte Menschen – offen 365 Tage im Jahr, bis zu elf Stunden täglich (Fördersumme: 250.000 Euro). Das Angebot umfasst neben Hygieneeinrichtungen und Sozialberatung auch ein ärztlich begleitetes Substitutionsangebot. Wissenschaftlich begleitet durch das Universitätsklinikum Augsburg, verfolgt das Projekt das Ziel, Betroffenen echte Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig Rettungsdienste sowie Gesundheitseinrichtungen spürbar zu entlasten.
Das seit 2021 mit Unterstützung durch die CSU-Landtagsfraktion erfolgreich laufende „Nürnberger Modell der Drogenhilfe” wird zudem konsequent zu einem “Metropolenmodell” weiterentwickelt (Fördersumme: 335.000 Euro). “Im Mittelpunkt der neuen Phase steht Prävention: Drogenkonsum soll frühzeitig verhindert, Fachkräfte durch gezielte Fortbildungen gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen Jugend- und Drogenhilfen sowie Behörden und Polizei ausgebaut werden. Gemeinsam bilden beide Projekte einen wichtigen Baustein für eine vernetzte, nachhaltige und zukunftsfähige Suchthilfestruktur in Bayern”, betont Thorsten Freudenberger, der Mitglied im Gesundheits‑, aber auch im Innenausschuss ist.

(Bild: Andrea Piacquadio / pexels)
800 Jahre St. Katharinenspital Regensburg
Das St. Katharinenspital prägt seit Jahrhunderten das soziale und karitative Leben in Regensburg-Stadtamhof. Bis heute bietet die Einrichtung älteren, kranken und bedürftigen Menschen ein Zuhause und steht für gelebte Nächstenliebe sowie gesellschaftliche Verantwortung. Anlässlich seines 800-jährigen Jubiläums im Jahr 2026 plant die Spitalstiftung umfassende Maßnahmen zur baulichen Weiterentwicklung. Im Fokus stehen insbesondere die Verbesserung der Barrierefreiheit, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität sowie der Sicherheit der 78 Bewohnerinnen und Bewohner. Auch die Neugestaltung der Eingangs- und Zugangsbereiche sowie identitätsstiftende Elemente wie eine Katharinenfigur sind vorgesehen. „Das St. Katharinenspital ist ein beeindruckendes Zeugnis gelebter Nächstenliebe und fester Bestandteil der Regensburger Stadtgeschichte. Mit unserer Förderung tragen wir dazu bei, diese wertvolle Einrichtung zukunftsfest weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihr historisches Erbe zu bewahren“, betont Martin Mittag, Mitglied im Gesundheitsausschuss.

(Bild: paulrbr75 / pixabay)
Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum
Die ambulant-fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum bleibt eine zentrale Herausforderung. Bereits seit 2015 arbeitet die Odenwald-Allianz an neuen, flexiblen Versorgungsmodellen, die sowohl selbstständige als auch angestellte Tätigkeiten – in Vollzeit oder Teilzeit – ermöglichen. Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 410.000 Euro soll nun die sektorenübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der ambulanten, fachärztlichen Versorgung im südlichen Landkreis Miltenberg weiter gestärkt werden. Ziel ist es, bestehende Strukturen besser zu vernetzen und die medizinische Versorgung langfristig zu sichern. „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir innovative und vernetzte Versorgungsstrukturen. Die Odenwald-Allianz zeigt, wie moderne Zusammenarbeit gelingen kann – und stärkt damit die medizinische Versorgung vor Ort nachhaltig“, betont Dr. Andrea Behr. Insgesamt profitieren davon elf Kommunen im Landkreis Miltenberg. In einem zweiten Projekt sollen durch Schulungen die Eltern befähigt werden sollen, bei leichten Krankheitssymptomen zunächst einfache, bewährte Basismaßnahmen anzuwenden. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der Eltern zu stärken.

(Bild: DC Studio / FREEP!K)
Virtuelles Pflegeheim: Digitale Unterstützung für die Pflege von morgen
Die stationäre Pflege steht vor großen Herausforderungen: steigende Bedarfe, komplexere Krankheitsbilder und ein zunehmender Fachkräftemangel erfordern neue, innovative Ansätze. Klassische Reforminstrumente allein reichen nicht mehr aus, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Mit dem Konzept des „Virtuellen Pflegeheims“ geht das Bayerische Rote Kreuz einen neuen Weg. „Wir brauchen mutige, innovative Ansätze, um die Pflege zukunftsfest aufzustellen. Das Virtuelle Pflegeheim kann ein echter Gamechanger sein, um Fachkräfte zu entlasten und gleichzeitig die Versorgungsqualität zu sichern“, betont Stefan Meyer.
Das Projekt erweitert stationäre Einrichtungen um eine jederzeit abrufbare digitale Fachunterstützung: Erfahrene Pflegefachkräfte werden per Video oder Telefon zugeschaltet, um Teams vor Ort bei komplexen Situationen zu beraten, Entscheidungen abzusichern und Belastungsspitzen abzufedern. Ziel ist es ausdrücklich, die Präsenzpflege zu stärken – nicht zu ersetzen. Durch die standortübergreifende Nutzung von Fachkompetenz können vorhandene Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Das Pilotprojekt dient dazu, Entlastungseffekte, organisatorische Voraussetzungen sowie rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wissenschaftlich zu prüfen – begleitet durch die Universität Bayreuth.

(Bild: jarmoluk / pixabay)
Unterstützung des Klinikums Nürnberg
Moderne Medizin braucht moderne Dokumentation: Durch die strukturierte Erfassung und Archivierung intraoperativer sowie diagnostischer Videodaten wird die Nachverfolgbarkeit von Befunden deutlich verbessert. Gleichzeitig entsteht eine wertvolle Grundlage für Forschung sowie für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – etwa durch Lehrvideos und Live-OP-Übertragungen. „Moderne Medizin braucht moderne Dokumentation. Mit der klinischen Videodatenbank stärken wir Patientensicherheit, Qualitätssicherung und die medizinische Ausbildung gleichermaßen“, betont Stefan Meyer, der auch Mitglied im Wissenschaftsausschuss ist.
Die Förderung stärkt damit nachhaltig den Klinikstandort Nürnberg und leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung einer hochwertigen und personalisierten Gesundheitsversorgung in Bayern. 13 Fachabteilungen werden das System nutzen. Dank der herstellerunabhängigen Anbindung bestehender Technologien wie OP-Robotik, Mikroskopen und endoskopischen Verfahren entsteht eine zukunftsfähige und interoperable Infrastruktur.
200.000 Euro

(Bild: TanteTati / pixabay)
Praxisanleiterbonus im Bereich der Podologie
Um die Personalsituation in der Podologie nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig die Qualität der Ausbildung zu sichern, soll die Praxisanleitung gezielt gestärkt werden. Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, die neue und überzeugende Ansätze entwickeln und umsetzen, erhalten eine einmalige Prämie in Höhe von bis zu 4.000 Euro. „Eine hochwertige Ausbildung braucht engagierte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter. Mit dieser Förderung schaffen wir Anreize für innovative Konzepte und stärken die Nachwuchssicherung in der Podologie nachhaltig“, betont Staatsministerin a.D. Carolina Trautner als stellvertretende AK-Vorsitzende. Ziel ist es, erfolgreiche Modelle sichtbar zu machen und als Best-Practice-Beispiele flächendeckend in Bayern zu etablieren. Für diese Maßnahme werden einmalig 200.000 Euro zur Verfügung gestellt.

(Bild: Kampus Production / pexels)
Innovative Hospiz-Wohnformen stärken
Innovative Wohnformen wie die HospizInsel Glonn, die HospizInsel in Waldkraiburg und das Domicilium in Weyarn ermöglichen schwerstkranken Menschen am Lebensende ein wohnähnliches Umfeld, wenn eine Versorgung zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim nicht mehr möglich ist. In Einzelzimmern stellt ein interdisziplinäres Team eine individuelle hospizlich-palliative Versorgung sicher. Ergänzt wird das Angebot durch die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) sowie ehrenamtliche Hospizbegleitung. Neben medizinischer und pflegerischer Betreuung stehen auch soziale, therapeutische und seelsorgliche Angebote sowie die Einbindung von Angehörigen im Mittelpunkt.
Um diese besonderen Versorgungsformen weiter zu stärken, werden sie im Rahmen eines Modellprojekts mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt. „Diese innovativen Wohnformen z
eigen, wie würdige und individuelle Begleitung am Lebensende gelingen kann. Es ist unser Anspruch, solche Angebote gezielt zu stärken und weiterzuentwickeln“, betont Sascha Schnürer. Die Förderung trägt dazu bei, die hospizliche Versorgung weiter auszubauen und auf die besonderen Bedürfnisse schwerstkranker Menschen bestmöglich einzugehen.

(Bild: Geisteskerker / pixabay)
Bürokratieabbau in der Rehabilitation voranbringen
Die Rehabilitationslandschaft steht vor großen Herausforderungen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, zeitweise deutlich geringere Auslastungszahlen sowie die hohe Inflation haben viele Einrichtungen wirtschaftlich stark belastet. Gleichzeitig erschwert eine hohe Bürokratielast den Arbeitsalltag zusätzlich. Insbesondere unterschiedliche Zuständigkeiten und Vorgaben von Renten‑, Kranken- und Pflegeversicherung führen zu komplexen Verfahren, Mehrfachdokumentationen und teilweise widersprüchlichen Anforderungen.
„Wir müssen die Einrichtungen spürbar von Bürokratie entlasten, damit mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten bleibt. Modellprojekte helfen uns, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln und gezielt umzusetzen“, betont Stefan Meyer. Wie vom Landtag beschlossen, sollen daher im Rahmen von Modellprojekten konkrete Ansätze zum Bürokratieabbau in der Rehabilitation praxisnah erprobt, begleitet und wissenschaftlich ausgewertet werden. Als Modellregionen kommen insbesondere das Bäderdreieck in den Landkreisen Passau und Rottal-Inn, der Landkreis Bad Kissingen sowie der Landkreis Rosenheim in Betracht.

(Bild: u_9p7tw4noz0 / pixabay)
Defibrillatoren rund um die Uhr zugänglich machen
Defibrillatoren leisten einen entscheidenden Beitrag zur schnellen Erstversorgung bei Herz-Kreislauf-Notfällen. Jede Minute zählt – umso wichtiger ist ein möglichst einfacher und jederzeitiger Zugang für die Bevölkerung. Künftig sollen bestehende Geräte auch außerhalb der Öffnungszeiten von Geschäften zugänglich gemacht werden. Dafür ist die Ausstattung mit wetter- und diebstahlsicheren Außengehäusen vorgesehen, die einen barrierefreien Zugriff rund um die Uhr ermöglichen. „Im Ernstfall entscheidet jede Minute. Je schneller ein Defibrillator verfügbar ist, desto höher sind die Überlebenschancen. Deshalb ist es wichtig, die Geräte jederzeit zugänglich zu machen“, betont Bernhard Seidenath.
Mit dieser Maßnahme wird die öffentliche Verfügbarkeit von Defibrillatoren deutlich verbessert und die Notfallvorsorge weiter gestärkt.

(Bild: StadtDachau / pixabay)
“Habt ein Herz für soziale Berufe”
Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung, um Fachkräfte im Gesundheits‑, Pflege- und Sozialbereich zu gewinnen und zu halten. Im Landkreis Dachau wurde daher bereits 2019 die Genossenschaft „Habt ein Herz für soziale Berufe — Wohnungsvermittlung für soziale Berufe im Landkreis Dachau eG“ gegründet — mit den Partnern Helios Amper Kliniken AG, Micura Pflegedienst und Kursana Care GmbH. „Bezahlbarer Wohnraum ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Mit der Unterstützung der Genossenschaft stärken wir gezielt die Rahmenbedingungen für Beschäftigte in sozialen und Gesundheitsberufen vor Ort“, betont Bernhard Seidenath. Da die Aufgaben mittlerweile nicht mehr ausschließlich ehrenamtlich getragen werden können, soll die Genossenschaft nun neu strukturiert und zukunftsfähig aufgestellt werden. Für diese Übergangsphase sollen 165.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Perspektivisch soll sich die Genossenschaft anschließend eigenständig tragen.

(Bild: Elina Fairytale / pexels)
Dachskinder e.V.: Unterstützung für Familien mit schwer kranken Kindern
Der Verein Dachskinder e.V. begleitet und unterstützt Familien mit behinderten und schwer kranken Kindern in Schwaben im Alltag. Mit dem Projekt „Dachsbau“ plant der Verein nun den Bau einer vollstationären Einrichtung in Diedorf, die Kindern und Jugendlichen mit hohem Pflegebedarf ein sicheres und liebevolles Umfeld bietet. Grundlage ist der Erwerb eines Hauses, der im Oktober 2025 beschlossen wurde. „Familien mit schwer kranken Kindern leisten täglich Enormes und brauchen verlässliche Unterstützung. Projekte wie der Dachsbau schaffen dringend benötigte Entlastung und geben Sicherheit im Alltag“, betont MdL Carolina Trautner, ehemalige Sozialministerin und auch Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern. Die Förderung trägt dazu bei, die Versorgungssituation in Schwaben nachhaltig zu verbessern und Familien in herausfordernden Lebenssituationen gezielt zu stärken.

(Bild: Mizuno K / pexels)
Gesundheitskompetenz von Anfang an in Kitas im Landkreis Neu-Ulm stärken
Gesundheitskompetenz beginnt bereits im Kindesalter. Umso wichtiger ist es, frühzeitig die richtigen Grundlagen zu legen – auch im Setting Kindertageseinrichtung. Gemeinsam mit der GesundheitsregionPlus Neu-Ulm und der TUM School of Medicine and Health wird ein regionales Interventionskonzept zur Stärkung der Gesundheitskompetenz im Bereich Kita erarbeitet und getestet. „Gesundheitskompetenz ist eine Schlüsselqualifikation – und sie beginnt schon bei den Jüngsten. Mit diesem Projekt setzen wir genau dort an, wo Prävention am wirksamsten ist: im Alltag unserer Kinder“, betont Thorsten Freudenberger. Aufbauend auf dem partizipativ entwickelten Leitfaden „Gesundheitskompetente Kindertageseinrichtung“ sollen im Rahmen des Folgeprojekts GeKoRegio-Bayern II gezielte Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und wissenschaftlich begleitet werden. Für den Start ist eine Förderung von 140.000 Euro vorgesehen.

(Bild: fauxels / pexels)
Sanierung der Ökumenischen Sozialstation Günzburg
Das Sozialzentrum in Günzburg ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen in unterschiedlichsten sozialen Notlagen. Insbesondere die Ökumenische Sozialstation leistet hier wichtige Arbeit für ältere, kranke und behinderte Menschen – mit dem Ziel, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, Angehörige zu entlasten und soziale Teilhabe zu stärken. Im Juni 2024 wurde das Gebäude infolge eines schweren Hochwassers innerhalb kurzer Zeit überflutet und erheblich beschädigt. Der Dienstbetrieb musste mehrfach unterbrochen und verlagert werden – mit spürbaren Auswirkungen für die Versorgung vor Ort. Um die Funktionsfähigkeit der Einrichtung schnellstmöglich wiederherzustellen und die soziale Infrastruktur nachhaltig zu sichern, unterstützt der Freistaat die Sanierung mit 120.000 Euro.
„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig verlässliche soziale Strukturen vor Ort sind. Die Sozialstation in Günzburg steht für gelebte Nächstenliebe und Unterstützung im Alltag – ihre schnelle Wiederherstellung ist daher von großer Bedeutung“, betont Carolina Trautner. Die Förderung trägt dazu bei, die Folgen der Hochwasserkatastrophe zu bewältigen und die wichtige Arbeit der Einrichtung langfristig zu sichern.

(Bild: pixabay)
Unterstützung für die Aktion Knochenmarkspende Bayern
Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) mit Sitz in Gauting ist eine der großen Stammzellspenderdateien in Deutschland und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung von Leukämiepatientinnen und ‑patienten weltweit. Martin Mittag, Mitglied im Gesundheitsausschuss unterstreicht: “Wir wollen die Stiftung bei ihrer Aufgabe unterstützen und wollen ihr zu diesem Zweck 112.000 Euro zur Verfügung stellen. Mit diesem Geld soll das Stickstofflager erweitert, alle vorhandenen Netzwerkswitche erneuert, neue Möbel und ein Durchflusszytometer angeschafft und das Gebäude der Stiftung in Gauting aufgestockt werden.” Die Investition wird die Grundlage dafür schaffen, auch künftig möglichst vielen Patientinnen und Patienten weltweit eine lebensrettende Therapie zu ermöglichen.

