Aus dem Maximilianeum

‌Liebe Leserin­nen und Leser,

in der zurück­liegen­den Woche hat im Land­tag keine Ple­nar­sitzung stattge­fun­den – in der Woche vor dem 3‑Tages-Plenum konzen­tri­erten sich die Auss­chüsse, Arbeits­grup­pen und Arbeit­skreise ganz auf Tre­f­fen mit Experten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Ver­schieden­ste The­men kamen hier aufs Tableau: Von der Gefahr ein­er Sep­sis-Erkrankung über die Ganz­tags­be­treu­ung bis hin zu ein­er leis­tungs­fähi­gen dig­i­tal­en Infra­struk­tur oder die Auswirkun­gen von Social Media auf unsere Demokratie.

Auch ins All haben wir diese Woche unseren Blick gerichtet: Unter anderem hat der ehe­ma­lige Astro­naut Prof. Dr. Ulrich Wal­ter seine Ein­schätzung zu Bay­erns High­tech-Kurs für die Raum­fahrt gegeben.

In meinem heuti­gen Newslet­ter lesen Sie, was uns let­zte Woche son­st noch beschäftigt hat. Viel Freude dabei!

Ich wün­sche Ihnen einen guten Start in die neue Woche und grüße Sie – mit allen guten Wün­schen – herzlich

Ihr
Bern­hard Seidenath

1. Bayerischer Sepsis-Gipfel im Landtag

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Sep­sis wird kün­ftig die zwei­thäu­fig­ste Todesur­sache nach Herz-Kreis­lauf-Erkrankun­gen sein. Deshalb hat Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion, im Schul­ter­schluss mit der Ini­tia­tive Team Stopp Sep­sis zum 1. Bay­erischen Sep­sis-Gipfel Betrof­fene sowie Vertreterin­nen und Vertreter aus Wis­senschaft und Ver­sorgung in den Bay­erischen Land­tag ein­ge­laden. „Der Gipfel war ein wichtiger Schritt, um Sep­sis dauer­haft auf die gesund­heit­spoli­tis­che Agen­da zu set­zen. Jet­zt kommt es darauf an, die besproch­enen Syn­ergien zu nutzen und gemein­sam ins Han­deln zu kom­men“, so die Vor­sitzende von Team Stopp Sep­sis Mari­ah McKim­brough. Bern­hard Sei­de­nath unter­strich: „Sep­sis ist eine der am meis­ten unter­schätzten gesund­heitlichen Gefahren. Unser Ziel ist es, durch Aufk­lärung und verbesserte Struk­turen Leben zu retten.“
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Finanzierung des Gesundheitswesens im Fokus

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion hat sich mit Dr. Flo­ri­an Reuther, Direk­tor des PKV-Ver­bands, und Thomas Brahm, PKV-Vor­standsvor­sitzen­der, zum The­ma Finanzierung des Gesund­heitswe­sens in Deutsch­land und die Bedeu­tung der Pri­vat­en Kranken­ver­sicherung (PKV) aus­ge­tauscht. „Das Nebeneinan­der von pri­vater und geset­zlich­er Kranken­ver­sicherung hat sich bewährt. Die PKV leis­tet mit 15,52 Mil­liar­den Euro Mehrum­satz deutsch­landweit einen unverzicht­baren Beitrag zur Ver­sorgungsqual­ität und zur Sta­bil­isierung unseres Gesund­heitssys­tems – allein in Bay­ern knapp 79.900 Euro je niederge­lassen­em Arzt“, so AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Seidenath.
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Austausch zur Lage der bayerischen Krankenhäuser

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Mit Roland Enge­hausen, Geschäfts­führer der Bay­erischen Kranken­haus­ge­sellschaft (BKG), hat der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion die Lage der bay­erischen Kranken­häuser disku­tiert. Brisant: Es ste­hen Erlösver­luste von rund 8.500 Euro je Bett ab 2027 bevor – bis 2030 sog­ar von 24.000 Euro. Das bei gle­ichzeit­igem, ersat­zlosem Weg­fall der ein­ma­li­gen Rech­nungszuschläge für 2025 und 2026. Starre bürokratis­che Vor­gaben ver­hin­derten zudem flex­i­ble Reak­tio­nen im Klinikbe­trieb und brem­sten den Ein­satz von KI und Dig­i­tal­isierung, so das Faz­it der Beteiligten.
„Auch wenn die Vor­gaben aus Berlin schwierig sind, ist Bay­ern bei der Kranken­haus­re­form grund­sät­zlich auf einem guten Weg. Wir dür­fen aber im Sinne der Men­schen nicht nach­lassen. Es bedarf nun weit­er­hin kon­se­quenter Weichen­stel­lun­gen über die Leis­tungs­grup­pen und ein­er zeit­na­hen Not­fall­re­form”, so AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Seidenath.
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Was macht Social Media mit unserer Demokratie?

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In ein­er offe­nen Sitzung des Frak­tionsvor­stands haben die Abge­ord­neten mit Prof. Dr. Jas­min Riedl von der Uni­ver­sität der Bun­deswehr München über die Wirkung sozialer Medi­en auf Gesellschaft und Poli­tik gesprochen. Dig­i­tale Plat­tfor­men eröff­nen neue Räume für Aus­tausch und Beteili­gung. Zugle­ich kön­nen sie Polar­isierung, Radikalisierung und gezielte Angriffe auf demokratis­che Insti­tu­tio­nen ver­stärken. Deshalb ist es wichtig, Entwick­lun­gen früh zu erken­nen und bess­er zu verstehen.
Mit dem Forschung­spro­jekt SPARTA unter­sucht Prof. Riedl gemein­sam mit einem inter­diszi­plinären Team dig­i­tale Debat­ten und Ver­hal­tens­muster auf Plat­tfor­men wie X, Tik­Tok und YouTube. Diese wis­senschaftlichen Erken­nt­nisse sind eine wichtige Grund­lage für den Schutz unser­er Demokratie.
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Parlamentarisches Frühstück mit Vodafone

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Ein mod­ernes Land braucht eine tragfähige Kom­mu­nika­tion. Um dieses The­ma drehte sich alles beim Par­la­men­tarischen Früh­stück mit Voda­fone. Voda­fone zählt zu den größten Mobil­funkan­bi­etern Deutsch­lands. Entsprechend wichtig ist der Aus­tausch mit einem Unternehmen, das einen wesentlichen Teil der dig­i­tal­en Infra­struk­tur unseres Lan­des mitträgt.
Mobil­funk und Telekom­mu­nika­tion sind zen­trale The­men – sei es im All­t­ag, in der Wirtschaft, für die innere Sicher­heit oder in der öffentlichen Ver­wal­tung. Jed­er Bürg­er und jede Bürg­erin ist auf eine zuver­läs­sige und flächen­deck­ende Kom­mu­nika­tion angewiesen und das nicht nur in den Bal­lungsräu­men, son­dern auch in der Region.

Die wirtschaft­spoli­tis­che Sprecherin Ker­stin Schrey­er betonte: „Eine leis­tungs­fähige dig­i­tale Infra­struk­tur ist längst kein Luxus mehr, son­dern eine Grund­vo­raus­set­zung für einen starken Wirtschafts­stan­dort. Deshalb müssen wir den Aus­bau kon­se­quent vorantreiben und dafür sor­gen, dass Bay­ern auch dig­i­tal an der Spitze bleibt.“

Werkstattgespräch zur Ganztagsbetreuung in Bayern

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Der Vor­sitzende des AK Bil­dung Peter Tomaschko, der stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende Björn Jung­bauer und der Vor­sitzende des AK Sozialpoli­tik Thomas Huber set­zten ihren Aus­tausch zur Ganz­tags­be­treu­ung in Bay­ern mit Teil­nehmern aus der Lan­desar­beits­ge­mein­schaft Jugend­sozialar­beit, des Landkreis‑, Städte- und Gemein­de­tags, der Freien Wohlfahrt­spflege und Bay­erischen Sportju­gend fort. Im drit­ten Werk­stattge­spräch haben die Abge­ord­neten gemein­sam mit Vertretern des Kul­tus­min­is­teri­ums sowie des Sozialmin­is­teri­ums die Her­aus­forderun­gen des ab Herb­st gülti­gen Recht­sanspruchs disku­tiert. Alle Beteiligten zeigten sich ange­tan von der offe­nen Gespräch­sat­mo­sphäre, in der auch ganz konkrete Umset­zungsmöglichkeit­en besprochen wurden.

Dyskalkulie früh erkennen: Austausch im Landtag

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Dyskalkulie ist mehr als eine vorüberge­hende Schwäche im Math­e­matikun­ter­richt. Betrof­fene Kinder haben anhal­tende Schwierigkeit­en beim Ver­ständ­nis von Zahlen und Men­gen sowie beim Rech­nen. Schätzun­gen zufolge bet­rifft das etwa drei bis acht Prozent der Kinder und Jugendlichen.
In einem Werk­stattge­spräch hat sich der Arbeit­skreis für Bil­dung und Kul­tus gemein­sam mit den Pro­fes­soren Dr. med. Gerd Schult-Körne und Dr. Volk­er Ulm inten­siv damit beschäftigt, wie betrof­fene Schü­lerin­nen und Schüler bess­er unter­stützt wer­den kön­nen. Entschei­dend sind eine möglichst frühe und fundierte Diag­nos­tik, indi­vidu­elle Förderung und eine enge Zusam­me­nar­beit zwis­chen Eltern, Lehrkräften, Schulpsy­cholo­gie und weit­eren Fachkräften. In Bay­ern ste­hen dafür auch die Beratungslehrkräfte und Schulpsy­chologin­nen und Schulpsy­cholo­gen der Staatlichen Schul­ber­atung zur Verfügung.

Arbeitskreise Europa und Wirtschaft in Brüssel

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Die Arbeit­skreise Europa und Wirtschaft besucht­en kür­zlich Brüs­sel, um sich vor Ort mit aktuellen europa­poli­tis­chen und wirtschaft­spoli­tis­chen The­men zu befassen. Im Gespräch mit Europaab­ge­ord­neten wie Man­fred Weber, Moni­ka Hohlmeier und Chris­t­ian Doleschal sowie beim Break­fast Round Table mit Vertreterin­nen und Vertretern der Europäis­chen Kom­mis­sion, von Han­del, Indus­trie, Arbeit­ge­bern und Handw­erk standen Wirtschaft, Wet­tbe­werb­s­fähigkeit und der Green Deal im Mit­telpunkt. Disku­tiert wurde unter anderem, wie sich Kli­maziele und wirtschaftliche Stärke miteinan­der verbinden lassen, ohne Unternehmen durch zusät­zliche Bürokratie auszubremsen.
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100. Geburtstag von Rosa Tews in Dachau

Foto: Florian Göttler, Stadt Dachau

Foto: Flo­ri­an Göt­tler, Stadt Dachau

Ihren 100. Geburt­stag hat let­zte Woche die Dachauerin Rosa Tews (vorne Mitte) gefeiert. Her­zlichen Glück­wun­sch! Zum Grat­ulieren kamen auch ihre 97-jährige Schwest­er Else Mes­sel­häußer (links), die stel­lvertre­tende Lan­drätin Mar­i­anne Klaf­f­ki und Dachaus Ober­bürg­er­meis­ter Flo­ri­an Hart­mann vor­bei. Es ist zweifel­sohne eine Gnade, einen dreis­tel­li­gen Geburt­stag bei pass­abler Gesund­heit feiern zu dür­fen. Das Geheim­nis ihres hohen Alters? Inten­sive Garte­nar­beit! Viel Glück und Gottes Segen für das neue Lebensjahr!

Feuerwerksabend auf dem Karlsfelder Siedlerfest

Foto: BRK-Wasserwacht Karlsfeld

Foto: BRK-Wasserwacht Karlsfeld

Den Feuer­w­erks-Abend auf dem Karls­felder Siedler­fest nimmt die Wasserwacht tra­di­tion­s­gemäß zum Anlass, um Mit­glieder der Rotkreuz­fam­i­lie sowie Per­sön­lichkeit­en des öffentlichen Lebens einzu­laden. So auch am 10. Juli: An der Wasserwacht-Basis am Karls­felder See wurde das Feuer­w­erk gemein­sam bestaunt. Das Engage­ment der Wasserwacht kann gar nicht hoch genug gewürdigt wer­den. Denn es ret­tet Leben. Bere­its drei Men­schen­leben hat die Karls­felder Wasserwacht in dieser Sai­son am Karls­felder See ret­ten kön­nen! Vorne auf dem Foto: Djan­go, ein Wasser­ret­ter auf vier Pfoten.

Celsion Amper Tennis Cup in Haimhausen

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Hochk­las­siges Ten­nis in Haimhausen! Vom 9. bis 11. Juli hat wieder — zum 28. Mal — der Cel­sion Amper Ten­nis Cup stattge­fun­den. 32 Her­ren und 32 Damen haben die jew­eils Besten ermittelt.

Foto: Stefan Löwl

Foto: Ste­fan Löwl

Die Final­spiele fan­den in diesem Jahr schon am Sam­stag statt, begleit­et von Lan­drat Ste­fan Löwl (links), Bürg­er­meis­ter Ste­fan Jänicke-Spick­er (rechts) und mir. Danke an die Ten­nis­abteilung des SV Haimhausen und alle, die sich wieder so große Mühe mit der Organ­i­sa­tion des Turniers gemacht hatten!

Verabschiedung von Kirchenrat Dr. Björn Mensing

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Nach 21 Jahren wurde am Son­ntag, 12. Juli, Kirchen­rat Dr. Björn Mensing als Pfar­rer der Evan­ge­lis­chen Ver­söh­nungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau verabschiedet.

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Wegen des großen Andrangs fand die feier­liche Ver­ab­schiedung nicht in der Ver­söh­nungskirche, son­dern in der Frieden­skirche in Dachau statt. Dr. Mensing ist in den let­zten 21 Jahren zu ein­er wahren Insti­tu­tion der Gedenk- und Erin­nerungsar­beit gewor­den. Danke für alles! Und Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt!

Sitzung des Landesgesundheitsrates

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Der Lan­des­ge­sund­heit­srat hat sich am 13. Juli in München mit Assis­tenzberufen im Gesund­heitswe­sen befasst. Prof. Matthias Beck­mann aus Erlan­gen stellte dabei seine HelpER-Studie vor. Phys­io­ther­a­peut Markus Norys und Hebamme Mechthild Hofn­er ergänzten aus ihrer jew­eili­gen Sicht.

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Auch beschloss der Lan­des­ge­sund­heit­srat unter dem Vor­sitz mein­er Land­tagskol­le­gin Car­oli­na Traut­ner auf meinen Antrag hin, kün­ftig eine fün­fte Sitzung pro Jahr auss­chließlich dem wichti­gen The­ma der Kinderge­sund­heit zu wid­men. Sehr gut!

Interfraktioneller Antrag “Zöliakie”

Grafik: CSU-Landtagsfraktion

Grafik: CSU-Land­tags­frak­tion

Kinder und Jugendliche mit Zöli­akie brauchen bei jed­er Mahlzeit voll­ständi­ge Sicher­heit. Denn „gluten­frei” bedeutet nicht automa­tisch, dass ein Essen auch für Men­schen mit Zöli­akie geeignet ist. Gemein­sam mit den anderen demokratis­chen Frak­tio­nen haben wir deshalb einen Antrag in den Bay­erischen Land­tag einge­bracht. Wir wollen klären, wie eine sichere Verpfle­gung in Kitas und Schulen gewährleis­tet wer­den kann, welche Schu­lun­gen das Per­son­al braucht und ob verbindlichere Stan­dards notwendig sind.
Unser gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er Bern­hard Sei­de­nath betont:
„Gluten­frei heißt nicht automa­tisch Zöli­akie-geeignet. Und genau diese Unter­schei­dung hat enorme Kon­se­quen­zen für betrof­fene Kinder und ihre Fam­i­lien. Wer Zöli­akie hat, braucht unbe­d­ingt voll­ständi­ge Sicher­heit bei jed­er Mahlzeit. Wenn Kinder deshalb von Krip­pen abgelehnt wer­den oder in der Schulka­n­tine nicht mitessen kön­nen, ist das keine Kleinigkeit — das ist Aus­gren­zung. Bay­ern muss hier klare Stan­dards setzen.
Mit diesem inter­frak­tionellen Antrag schaf­fen wir zunächst die notwendi­ge Grund­lage: Wir wollen wis­sen, wo wir ste­hen, um dann wirk­sam han­deln zu können.”
Kein Kind darf wegen ein­er chro­nis­chen Erkrankung vom gemein­samen All­t­ag aus­geschlossen werden.

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